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Ruderkrebse - Zeit für den Aufstieg

Genetische Uhren in Zooplanktonarten regulieren die vermutlich grösste tägliche Bewegung von Biomasse. Der Ruderfusskrebs Calanus finmarchicus richtet seinen Tag nach einer genetischen Uhr aus, die unabhängig von äusseren Reizen funktioniert. Diese Uhr beeinflusst Rhythmen des Stoffwechsels sowie die tägliche Vertikalwanderung der Krebse. Das hat einen enormen Einfluss auf das gesamte Nahrungsnetz im Nordatlantik, denn Calanus finmarchicus ist dort eine zentrale Planktonart. Je nachdem, wo sich der energiereiche Krebs gerade befindet, müssen sich auch seine Fressfeinde aufhalten. Die Ergebnisse der Studie erscheinen nun im Fachjournal Current Biology.

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Hinweise für alten subglazialen See unter dem antarktischen Eispanzer gefunden

Forscher haben Beweise gefunden, dass unter dem westantarktischen Eispanzer ein riesiger subglazialer See existiert hatte – während der letzten Eiszeit vor 20‘000 Jahren. Damals war das Eis dicker uns grösser als heute. Mit Hilfe von neuesten geochemischen Techniken zur Wasseranalyse, welches aus Sedimentproben vom Meeresboden der Pine Island Bucht entnommen worden war, entdeckten das Team, dass das Gebiet einstmals von mehreren subglazialen Seen bedeckt gewesen war. Der grösste See hatte dabei die Ausmasse des Zürichsees. Die Resultate der Arbeit wurden vor kurzem in der renommierten Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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Solarenergie als passende Alternative für arktische Länder

Gemäss Forschern der Aalto Universität könnten mehr als 80% der Heizmengen von finnischen Haushalten mit Hilfe von entsprechenden Systemen durch Solarenergie abgedeckt werden. Da der Preis der Heizenergie durch Solaranlagen vergleichbar mit den gegenwärtig genutzten Heizungsmöglichkeiten sein muss, zeigten Kalkulationen der Forschungsgruppe, dass die erneuerbaren Energien zwischen 53 – 81% der jährlichen Energieaufwendungen für Heizungen decken könnten, abhängig von den technischen Umsetzungsmethoden.

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Medaille verliehen zur Bewahrung antarktischer Geschichte

Antarktika ist in vieler Hinsicht einzigartig. Aufgrund der harschen, trockenen und kalten Bedingungen werden beispielsweise häufig Gegenstände perfekt für eine lange Zeit erhalten und verfallen nur langsam. Für jeden, der an polarer Geschichte interessiert ist, bedeutet dies eine perfekte Umgebung auf der Suche nach Hinterlassenschaften der alten Polarentdecker. Einer dieser Interessierten an Polargeschichte ist der Australier Dave McCormack, der jetzt die renommierte Phillip Law Medaille für Verdienste um die Antarktis erhalten hat.

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Wieviel Kohlenstoff kann der polare Meeresboden aufnehmen?

Durch den Verlust des Meereises ändert sich die Farbe der polaren Meere von Weiss in Richtung blau. Soweit ist dies bekannt. Doch in den flachen Bereichen der küstennahen Gebiete kommt neuerdings auch grün noch dazu. Denn durch die längeren eisfreien Perioden entsteht grösseres Algenwachstum. Diese Algen dienen wiederum als Nahrung für bodenlebende Meeresbewohner, die den Kohlenstoff bei sich einbauen und so als Lagerstätte dienen.

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Aquarellgemälde von Scotts Expedition in antarktischer Hütte entdeckt

Ein fast perfekt erhaltenes 118 Jahre altes Aquarell, gemalt von Dr. Edward Wilson von Robert Falcon Scotts Expedition, wurde in einer historischen Hütte bei Kap Adare in der Antarktis entdeckt.

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Tsunami trifft auf westgrönländische Küste

Seit 2004 sind Tsunamis vermehrt in den Medien zu finden, nachdem mehrere Wellen die Küstenbereiche von Südostasien heimgesucht hatten und für den Tod von mehr als 200‘000 Menschen verantwortlich waren. Doch diese Naturkatastrophen sind nicht nur auf diese warmen Regionen beschränkt. Am Samstag, 17. Juni, trafen mehrere Wellen die Westküste von Grönland und verursachten Zerstörungen und brachten wahrscheinlich vier Menschen den Tod.

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AWI findet Gründe für schwankende Krillbestände

Er ist nur knapp sechs Zentimeter groß und spielt doch eine große Rolle im Ökosystem der Antarktis: Der Kleinkrebs Euphausia superba (Antarktischer Krill). Er ist eine der am häufigsten vorkommenden Arten der Welt und die Nahrungsgrundlage für viele Tiere im Südpolarmeer. Lange Zeit rätselten Wissenschaftler, warum die Größe der Krillbestände immer wieder stark schwankt. Ein internationales Forscherteam um Prof. Dr. Bernd Blasius, Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg, und Prof. Dr. Bettina Meyer, Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und ICBM zeigt in einer neuen Studie: Vor allem die Konkurrenz um Nahrung innerhalb der Population ist für die Schwankungen verantwortlich.

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Wie kam das Salz in den Arktischen Ozean

Der Arktische Ozean war einst ein gigantischer Süßwassersee. Erst als die Landbrücke zwischen Grönland und Schottland weit genug abgesunken war, strömte eine große Menge Salzwasser aus dem Atlantik ein. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts haben nun mit Hilfe eines Klimamodells nachvollzogen, wie dieser Prozess vonstattenging. Dadurch lässt sich die Geburt der Arktischen Zirkulation wie wir sie heute kennen auch erstmalig genauer beschreiben. Die Ergebnisse der Studie erscheinen nun im Fachmagazin Nature Communications.

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Wal-Kameras geben Aufschluss über die Fressgewohnheiten der Ozeanriesen

Elektronische Markierungen mit Kameras, die an Buckelwale in der Antarktis angebracht wurden, haben die Fressgewohnheiten der Ozeanriesen aufgedeckt. Die Kameras wurden von australischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern am Rücken von Buckelwalen in der Gerlachstraße der Antarktischen Halbinsel platziert.

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