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Rio de Janeiro - Fast 400 Pinguine, die sich unter mysteriösen Umständen nach Brasilien verirrt hatten, sind jetzt zurück in ihre Heimat Patagonien geschickt worden. Wie brasilianische Medien berichteten, wurden die mehr als 370 Tiere bereits am Wochenende am Strand der Stadt Rio Grande im südbrasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Sul ins Meer gelassen.
«Man kann davon ausgehen, dass fast alle den Weg zurück nach Hause in Patagonien finden werden», erklärte der Ozeanograph Lauro Barcellos vom Pflegezentrum für Meerestiere (CRAM) in Rio Grande der Regionalzeitung «Agora».

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Weitere sollen folgen

Bevor sie ins Meer watschelten, waren die Pinguine, zumeist Jungtiere, monatelang in einem Pflegezentrum in Salvador im brasilianischen Nordosten aufgepäppelt und am Freitag mit einem Frachtflugzeug der Luftwaffe nach Südbrasilien geflogen worden.

Weitere rund 150 Pinguine, die im CRAM und im Tiergarten von Niteroi nördlich von Rio de Janeiro gepflegt werden, sollen den Angaben zufolge in den nächsten Tagen nach Hause geschickt werden.

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Rätselhafte Verirrungen

Im Winter der südlichen Halbkugel verirren sich immer Tausende Pinguine nach Brasilien, weil sie bei der Nahrungssuche von kalten Meeresströmungen von der Antarktis nach Norden getrieben werden.
Dass jedes Jahr immer mehr der flugunfähigen Seevögel an den Küsten Brasiliens auftauchen und sie immer weiter nach Norden bis in Äquatornähe treiben, gibt den Experten Rätsel auf. Einige meinen, dass Überfischung in Patagonien einer der Gründe ist.
Eine Tragödie gab es Ende August: Rund 2000 Pinguine verendeten aufgrund eines Ölteppichs im Meer. Tagelang wurden Hunderte Tierkadaver an den Küsten der südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul angespült.