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Forscher simulieren erfolgreich Meereisrinnen in der Arktis

Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) und der Universität Hamburg ist es gelungen, die Entstehung von größeren Rinnen im Arktischen Meereis in einem Computermodell realistisch zu simulieren. Ausschlaggebend für diesen Erfolg waren zwei Herangehensweisen: Die Forscher hatten zum einen die räumliche Auflösung des AWI-Meereis-Ozeanmodells FESOM erhöht. Zum anderen konnten sie die numerische Lösung der Gleichungen so verbessern, dass die Simulation der Rinnenbildung dem Vergleich mit realen Meereis-Satellitendaten sehr gut standhielt. Von diesem Erfolg berichten sie in einer Studie, welche online im Fachmagazin Geophysical Research Letters erschienen ist.

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Sibirische Lärchenwälder sind noch auf Eiszeit gepolt

Die sibirischen Permafrostregionen gehören zu jenen Gebieten der Erde, die sich im Zuge des Klimawandels besonders schnell erwärmen. Dennoch beobachten Biologen derzeit nur ein minimales Anpassungsverhalten der Baumvegetation. Dort, wo gemessen an der Lufttemperatur längst Kiefern- und Fichtenwälder wachsen müssten, gedeihen noch immer sibirische Lärchen. Ein Paradox, dessen Ursache Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, der Universität Köln und internationaler Partnerinstitute nun mithilfe Millionen Jahre alter Blütenpollen auf die Spur gekommen sind. Den Ergebnissen zufolge gab in der Vergangenheit stets der Kältegrad einer Eiszeit den Ausschlag dafür, wie schnell sich im Anschluss die Vegetation an das Warmzeitenklima anpasste. In unserem Fall heißt das: Weil die letzte Eiszeit ausgesprochen kalt war, hinkt die Vegetation der Taiga dem Klima viele Jahrtausende hinterher. Ein überraschend langer Zeitraum, wie die Forscher im Open Access-Fachmagazin Nature Communications berichten.

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Wärmere Winter tauen Permafrost unter arktischen Seen auf

Die warmen Winter der zurückliegenden Jahre haben in der Arktis dazu geführt, dass neben dem Meer-Eis auch das Eis auf Seen dünner wird und viele flache Seen nicht mehr komplett zufrieren. Infolgedessen hat im letzten Jahrzehnt der bisher vorhandene Permafrost unter den vielen flachen arktischen Seen begonnen aufzutauen. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam in einer neuen Studie, die heute im Fachjournal Geophysical Research Letters erschienen ist.

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Neue Geräte zur Untersuchung des AWI „Hausgarten“

Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) starteten am  13. Juni 2016 mit dem Forschungsschiff Polarstern Richtung Spitzbergen, um neu entwickelte Geräte im Arktischen Ozean einzusetzen. Autonome Messgeräte am Meeresboden, in der Wassersäule und in der Luft sollen die Langzeitmessungen der Tiefseegruppe ergänzen. So können die Forscher zukünftig mit höherer zeitlicher und räumlicher Auflösung die klimatischen Veränderungen in der Arktis und deren Auswirkungen auf die Lebewelt analysieren.

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Methan aus dem arktischen Ozean schafft es nicht in die Atmosphäre

Spricht man von Treibhausgase, wird das Augenmerk häufig auf Kohlendioxid gelegt. Doch Methan gilt als viel stärkeres Treibhausgas trotz seiner niedrigeren Konzentration in der Luft. Die Diskussion um den Ursprung der steigenden Methanmengen in der Atmosphäre hat zu erhöhter Forschungstätigkeit geführt. Nun hat das norwegische Zentrum für Gashydrate, Umwelt und Klima (CAGE) Beweise gefunden, dass nur sehr kleine Mengen des potenten Gases den Weg vom Meeresboden des Arktischen Ozeans in die Atmosphäre schaffen.

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Arktisches Meereis verschwindet immer weiter

Das Meereis der Arktis steht als Synonym für die Auswirkungen des Klimawandels. Beinahe jedes Jahr machen Negativrekorde in Bezug auf die Ausdehnung der Meereisfläche Schlagzeilen in den Medien rund um die Welt. In diesem Winter haben nun die Wissenschaftler des US-amerikanischen Schnee- und Eisdatencenters NSIDC ihre neuesten Zahlen bekanntgeben und die niedrigste Ausdehnung des Wintereises verzeichnet.

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Forscher messen Rekord-Erosion am Flussufer in Alaska

Die tauenden Permafrostböden Alaskas kosten die USA laut Schätzungen mehrere 100 Millionen Dollar pro Jahrzehnt – vor allem, weil Flughäfen, Strassen, Pipelines und Siedlungen aufgrund absackender Böden und erodierender Uferlinien verlegt werden müssen. Ein internationales Forscherteam hat nun am Itkillik River im Norden Alaskas Flussufer-Erosionsraten gemessen, die alle bisherigen Rekordwerte übertreffen. In einem Landstrich mit besonders viel Eis im Boden frisst sich der Itkillik River pro Jahr 19 Meter tief in das Ufer, berichten die Forscher in einer kürzlich erschienenen Studie im Fachmagazin Geomorphology.

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Warmes Wasser wirbelt das Leben in der Arktis durcheinander

Die Erwärmung der arktischen Gewässer durch den Klimawandel dürfte künftig zu einer radikalen Veränderung der Meereslebensräume im hohen Norden führen. Das legen Daten aus Langzeitbeobachtungen in der Framstrasse nahe, die Forscher des Alfred-Wegener-Institutes (AWI) jetzt ausgewertet haben. Ihre wichtigste Erkenntnis: Es genügt bereits ein vorübergehender Warmwassereinstrom in den Arktischen Ozean, um die Lebensgemeinschaften von der Wasseroberfläche bis hinunter in die Tiefsee grundlegend zu beeinflussen. Wie die Autoren aktuell im Fachmagazin «Ecological Indicators» berichten, ereignete sich ein solcher Wärmeeinstrom im Zeitraum von 2005 bis 2008.

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AWI beteiligt sich an neuem Forschungsverbund

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB) ein, darunter auch der Bereich «Arktische Klimaveränderung», an dem das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung beteiligt ist. Unter anderem wollen die Wissenschaftler das Forschungsschiff «Polarstern» des Alfred-Wegener-Instituts einfrieren und so 14 Monate lang durch den Arktischen Ozean driften lassen. Die Forschungsbereiche werden mit insgesamt 128 Millionen Euro gefördert.

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Schwerster Sturm in Longyearbyen seit 30 Jahren: Häuser von Schneelawine beschädigt

Seit Tagen hat es für Spitzbergen für die Nacht zum 18. Dezember 2015 Sturmwarnungen bis Orkanstärke gegeben. Das Unwetter, das am Freitag losbrach und die Nacht über anhielt, ist der schwerste Sturm in Longyearbyen seit 30 Jahren, wie es bereits heißt. In Longyearbyen ist es zu Sturmschäden gekommen.

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