• Grönland unterstützt Schweröl-Verbot in der Arktis

    Die Regierung in Nuuk hat bekanntgegeben, dass sie ein internationales Verbot von Schweröl in der Arktis aktiv unterstützen wird. Entsprechende Pläne hatte die Internationale Schifffahrtsorganisation IMO, die nun von der Regierung in Nuuk gutgeheissen wird. In einer Erklärung teilt die grönländische Regierung mit: "Naalakkersuisut hat sich entschlossen, aktiv an einem Verbot von Schweröl HFO in der Arktis via der UN IMO mitzuarbeiten. Das Verbot muss sowohl die Navigation wie auch den Transport von HFO in der Arktis umfassen." Verschiedene Umweltorganisationen haben den Schritt begrüsst und hoffen, dass weitere Regierungen, vor allem der Arktisanrainerstaaten folgen werden. Die Gründe für den Schritt begründet die Regierung mit dem nun vorliegenden Bericht des Ministeriums für Natur und Umwelt, welches die soziökonomischen, umwelt- und klimatechnischen Konsequenzen eines solchen Schrittes untersucht hatte. Die Regierung ist der Meinung, dass die Gefahren durch Umweltschäden höher sind als die Kosten, die durch das Verbot entstehen werden.

Das antarktische Meereis hat am 6. Oktober, relativ spät verglichen mit den Vorjahren, seine maximale jährliche Ausdehnung erreicht. Im Gegensatz zu den vergangenen drei Jahren stellt die Ausdehnung von 2015 keinen neuen Rekord auf seit die Satellitenbeobachtungen begannen. Dennoch lag die Meereisbedeckung leicht über dem Durchschnitt von 1981 bis 2010.

Die antarktische Meereisbedeckung am 6. Oktober 2015 betrug 18,83 Millionen Quadratkilometer. Die orangefarbene Linie zeigt den Mittelwert für die Ausdehnung von 1981 bis 2010 jeweils am 6. Oktober an. Das schwarze Kreuz markiert den geographischen Südpol. Abbildung: National Snow and Ice Data Center
Die antarktische Meereisbedeckung am 6. Oktober 2015 betrug 18,83 Millionen Quadratkilometer. Die orangefarbene Linie zeigt den Mittelwert für die Ausdehnung von 1981 bis 2010 jeweils am 6. Oktober an. Das schwarze Kreuz markiert den geographischen Südpol. Abbildung: National Snow and Ice Data Center

Die Eisbedeckung des südlichen Ozeans erreichte ihre maximale jährliche Ausdehnung am 6. Oktober. Mit 18.83 Millionen Quadratkilometern liegt das neue Maximum ungefähr in der Mitte des Datensatzes, der die vergangenen 37 Jahre seit Beginn der Satellitenmessungen umfasst. In der Rangliste liegt das Jahr 2015 an 16. Stelle für die maximale Ausdehnung. Bemerkenswerter ist allerdings, dass in diesem Jahr das Maximum etwas kleiner als in den drei vergangenen Jahren ausfiel. Die letzten 3 Jahre entsprechen den drei eisreichsten Jahren seit dem Beginn der Satellitenmessungen. 2015 hatte die geringste Meereisbedeckung seit 2008.
Das Wachstum des antarktischen Meereises war unregelmässig in diesem Jahr: In der ersten Hälfte von 2015 bis Mitte Juli war die Meereisbedeckung viel höher als normal, während die Kurve danach abgeflachte und sogar unter dem Niveau vom Mitte August lag. Die Meereisbedeckung nahm im September etwas zu, blieb aber mit einer Fläche von 1,33 Millionen Quadratkilometer unter dem maximalen Wert des Jahres 2014.

Das Diagramm zeigt die antarktische Meereisbedeckung ab dem 13. Oktober 2015, zusammen mit den täglichen Eisdaten für die letzten 4 Jahre. 2015 ist in blau dargestellt, 2014 in grün, 2013 in orange, 2012 in braun, und 2011 in violett. Der Durchschnitt von 1981 bis 2010 ist in dunklem grau eingezeichnet. Der graue Bereich rund um die mittlere Linie zeigt die doppelte Standardabweichung der Daten. Abbildung: National Snow and Ice Data Center
Das Diagramm zeigt die antarktische Meereisbedeckung ab dem 13. Oktober 2015, zusammen mit den täglichen Eisdaten für die letzten 4 Jahre. 2015 ist in blau dargestellt, 2014 in grün, 2013 in orange, 2012 in braun, und 2011 in violett. Der Durchschnitt von 1981 bis 2010 ist in dunklem grau eingezeichnet. Der graue Bereich rund um die mittlere Linie zeigt die doppelte Standardabweichung der Daten. Abbildung: National Snow and Ice Data Center

Die Wissenschaftler vermuten, dass in diesem Jahr das starken El Niño-Ereignis, ein natürliches Phänomen, dass die Oberflächengewässer des östlichen äquatorialen Pazifiks erwärmt, Auswirkungen auf die Meereisbedeckung rund um die Antarktis hat. El Niño verursacht höheren Luftdruck auf Meeresniveau, wärmere Lufttemperaturen und wärmere Temperaturen der Meeresoberfläche in der Amundsen-, Bellingshausen- und Weddell See im Westen der Antarktis, die sich auf die Verteilung des Meereises auswirkt.

Die Abbildungen vergleichen die antarktische Meereiskonzentration für September in zwei starken El Niño Jahren (2015, links; 1997, rechts), die Jahre 1981 bis 2010 dienen als Durchschnitt. Die Farben zeigen die prozentualen Abweichungen vom Mittelwert der Meereiskonzentration in der Antarktis. Orange und Rottönt zeigen Konzentrationen höher als der Durchschnitt, Grün- und Blautönen zeigen Konzentration niedriger als der Durchschnitt an. Abbildung: National Snow and Ice Data Center
Die Abbildungen vergleichen die antarktische Meereiskonzentration für September in zwei starken El Niño Jahren (2015, links; 1997, rechts), die Jahre 1981 bis 2010 dienen als Durchschnitt. Die Farben zeigen die prozentualen Abweichungen vom Mittelwert der Meereiskonzentration in der Antarktis. Orange und Rottönt zeigen Konzentrationen höher als der Durchschnitt, Grün- und Blautönen zeigen Konzentration niedriger als der Durchschnitt an. Abbildung: National Snow and Ice Data Center

«Nach drei Rekord Jahren, ist dieses Jahr eine Rückkehr zur Normalität für das antarktische Meereis», sagte Walt Meier, ein Meereis Experte am NASA Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland. «Aufgrund der grossen Schwankungen von Jahr zu Jahr kann es in der Antarktis auch in Zukunft Jahre mit viel Meereis geben, das ist aber nicht zu vergleichen mit den Extremen wie wir sie aus der Arktis kennen, wo der rückläufige Meereis Trend einem neuen Normalwert zustrebt. Das diesjährige Maximum der Meereisbedeckung trat relativ spät auf. Normalerweise erreicht das Meereis in der Antarktis seine maximale Ausdehnung am 23. September, wie die Mittelwerte von 1981-2010 zeigen.

Quelle: Maria-José Viñas NASA's Earth Science News Team, NASA/Goddard Space Flight Center and National Snow and Ice Data Center