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Warnung

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Das sind keine guten Aussichten. Die Kaiserpinguine in der Antarktis sind in Gefahr. Ändert sich nichts, dann werden über 80 Prozent von ihnen bis zum Jahr 2100 verschwunden sein. Das sagen Forscher voraus.

Durch die Klimaerwärmung gehen den Kaiserpinguinen Brutplätze und Nahrung verloren, wenn es nach den Prognosen der Wissenschaft geht.
Durch die Klimaerwärmung gehen den Kaiserpinguinen Brutplätze und Nahrung verloren, wenn es nach den Prognosen der Wissenschaft geht.

Ursache dafür wird der drastische Rückgang des Meereises rund um den Südpol sein. Dieses Fazit ziehen Forscher aus einer Simulationsstudie, die berechnet, wie sich die Eisbedeckung in der Antarktis weiterentwickeln wird. Mit dem Verschwinden des Eises würden die Pinguine nicht nur ihre Brutplätze, sondern auch ihre Nahrungsgrundlage verlieren, mahnen die Wissenschaftler um Stephanie Jenouvrier von der «Woods Hole Oceanographic Institution» in den USA. Sie stellen ihre Arbeit im Fachmagazin «Global Change Biology» vor. Pinguine ernähren sich vor allem von Fisch, Kalmaren und Krill. Diese kleinen Krebse wiederum fressen Plankton, das unter dem Meereis lebt. Verschwindet das Eis, verschwindet auch das Futter für die Krebschen und damit auch die Nahrungsgrundlage der Pinguine.

Zur Aufzucht des Nachwuchses benötigen die Elterntiere grosse Mengen an Krill.
Zur Aufzucht des Nachwuchses benötigen die Elterntiere grosse Mengen an Krill.

Vorausgesetzt, die Treibhausgasemission steigt ähnlich schnell an wie bisher, würde die Zahl der Kaiserpinguine in Adélieland bis etwa ins Jahr 2040 langsam abnehmen, zeigte die Berechnung. Danach wird die Eisbedeckung wohl unter einen kritischen Schwellenwert sinken, was zu einem drastischen Rückgang der Pinguinpopulation führt, sagen die Forscher. Im Jahr 2100 wird es schliesslich nicht mehr als 500 bis 600 brütende Paare geben, möglicherweise sogar noch deutlich weniger.

Kaiserpinguin mit Nachwuchs