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Ein Kreuzfahrtschiff mit mehr als hundert Menschen sitzt in der Antarktis fest. Die unter der Flagge der Bahamas fahrende «Ocean Nova» lief etwa zwei Kilometer vor dem argentinischen Antarktis-Stützpunkt San Martin auf Grund.


Vor der Antarktis-Küste ist ein Kreuzfahrtschiff mit 74 Passagieren und 30 Besatzungsmitgliedern an Bord auf Grund gelaufen. Für die Passagiere - unter ihnen vier Deutsche und ein Schweizer - gebe es keine Gefahr, erklärten am Dienstag die argentinische Marine und der US-Reiseveranstalter Quark Expeditions.


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Die unter der Flagge der Bahamas fahrende «Ocean Nova» lief etwa zwei Kilometer vor dem argentinischen Antarktis-Stützpunkt San Martin auf Grund. Das Schiff sei von heftigem Wind in die Untiefe geschoben worden, sagte der Chef von Quark Expeditions, Patrick Shaw, der Nachrichtenagentur AP. Es gebe keinen Hinweis auf ein Leck im Schiffsrumpf.
Das Unglück ereignete sich am achten Tag einer zweiwöchigen Reise zur Erkundung des Polarkreises. Kapitän Per Gravesen hoffe, dass das Schiff bei Hochwasser wieder freikomme. Gravesen, ein früherer Offizier der dänischen Marine, habe fast ein viertel Jahrhundert Navigationserfahrung in Polarmeeren. Die Besatzung des Kreuzfahrtschiffs informierte den Antarktis-Stützpunkt San Martin. Aus Sicherheitsgründen sollen die Passagiere das Schiff aber zunächst verlassen. Zwei Schiffe, die «Hesperides» und die «Clipper Adventurer», waren unterwegs, um die Passagiere aufzunehmen.

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Kreuzfahrttouren in die Antarktis werden immer beliebter. 2008 wurden 46 000 Besucher gezählt, doppelt so viele wie noch vor fünf Jahren. In einem beängstigenden Ausmass zugenommen haben aber auch die Zwischenfälle mit Kreuzfahrtschiffen.