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Das riesige Ozonloch über der Antarktis wächst seit der Jahrhundertwende nicht mehr, wird sich voraussichtlich aber nicht vor dem Jahr 2065 schliessen. Das prognostizierte ein US-Klimatologe zum Auftakt eines Fachkongresses in Wien

Bereits 1974 warnten Wissenschaftler vor den negativen Auswirkungen von anthropogenen Fluorchlorkohlenwasserstoffen auf die Ozonschicht, was 1985 durch die Entdeckung des Ozonlochs bestätigt wurde. 1990 kam es zu einem vollständigen FCKW-Verbot.
Im Jahr 1994 wurde der Höhepunkt des Abbaus der Ozonschicht festgestellt. Seitdem schliesst sich das Ozonloch langsam wieder. Mittlerweile wird die weltweite Ausdünnung der Ozonschicht durch Satellitenüberwachung gemessen. Zwischen 1996 und 2002 ist die Zerstörung der Ozonschicht Messungen zufolge nicht weiter vorangeschritten.

Ozonloch-Antarktis

Abschätzungen über die Geschwindigkeit, mit der sich das Ozonloch auf natürliche Weise wieder schliesst, variieren um ein bis zwei Jahrzehnte, sie wird sich voraussichtlich aber nicht vor dem Jahr 2065 schliessen. Die Erholung der Ozon-Schicht über dem Südpol werde nicht vor dem Jahr 2030 beginnen, prognostizierte der US-amerikanische Klimatologe David J. Hofmann auf einem Fachkongress in Wien.

Regelmässige Messungen seit den 1980er Jahren hätten ergeben, «dass der kranke Patient am Südpol nicht mehr kränker wird», sagte Hofmann zum Auftakt der Jahresversammlung der Union Europäischer Geowissenschaftler (EGU).

Allerdings sei nicht klar, ob die Atmosphäre über dem Südpol jemals wieder zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückkehren werde, erklärt der Klimatologe vom Earth System Research Laboratory der Universität Boulder (US-Staat Colorado).

Zu dem weltweit grössten Kongress für Geowissenschaftler sind in Wien mehrere Tausend Forscher aus aller Welt zusammengekommen. Insgesamt wurden über 13'000 Vorträge gehalten.