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Nach neusten Erkenntnissen soll die Beobachtung des Weltalls wegen der kalten und trockenen Luft in der Antarktis unter bisher nicht erreichten Bedingungen möglich sein. Auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein Weltraumobservatorium haben Astronomen den - nach bisherigen Erkenntnissen - kältesten, trockensten und stillsten Ort der Erde entdeckt. Der sogenannte «Ridge A» liegt in 4053 Metern Höhe auf dem antarktischen Plateau, im australischen Territorium der Antarktis. Er liegt auf 81,5 Grad Süd und 73,5 Grad Ost. Im Winter liegen die Durchschnittstemperaturen bei minus 70 Grad Celsius und die Luft enthält so wenig Feuchtigkeit, dass weder Wolken noch Dunst den Blick ins Weltall trüben können. Erstaunlicherweise liegt der Ort nicht auf dem höchsten Punkt des antarktischen Kontinents, dem etwa 4.200 Meter hohen sogenannten Dom A, sondern rund 150 Kilometer südwestlich davon.

Hubble
Das Weltraumteleskop «Hubble» fotografiert ohne atmosphärische Störungen.

Idealer Standort für Sternwarte

Ein idealer Ort für die Astronomie, wie Forschungsleiter Will Saunders von der University of New South Wales findet. «Der Himmel ist hier viel dunkler und die Luft ist wesentlich trockener als anderswo. Astronomische Bilder, die von «Ridge A» aus aufgenommen werden, sollten daher bis zu dreimal schärfer sein als bei den bisher besten Standorten der Himmelsbeobachtung. Das bedeutet, dass man schon mit einem mittelgrossen Teleskop so gute Ergebnisse erbringen könnte wie mit dem grössten Teleskop, das sonst wo auf dem Planeten steht», so der australische Astronom. «Ridge A verspricht wesentlich geeigneter zu sein als jeder andere Ort auf dem antarktischen Plateau und ist selbst den besten existierenden Observatorien auf Berggipfeln in Hawaii und Chile weit überlegen», betont Saunders. «Weil der Himmel so viel dunkler und trockener ist, wäre schon ein Teleskop von bescheidener Grösse ähnlich leistungsfähig wie die grössten Teleskope auf der Erde».

Durch den Brechungseffekt der Atmosphäre der sich durch Unregelmässigkeiten der Temperaturen ihrer Schichten sowie durch Turbulenzen ergibt, führt zu einem verschmierten Sternenlicht. Die besten Bedingungen erzielte man bisher nur im All. Das berühmte Hubble Weltraumteleskop nutzte diesen Umstand aus. Mit «Ridge A» könnte man nun allerdings einen Ort auf der Erde gefunden haben, an dem mit deutlich geringerem logistischem Aufwand annähernd gute Ergebnisse erbracht werden können.

Bilder wie von «Hubble» – eventuell bald aus der Antarktis

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