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Obwohl Fossilien von Pinguinen weitverbreitet sind, ist nur wenig über ihren Gesamtbauplan und ihre Evolution bekannt gewesen. Forscher haben nun aufgrund von Fossilienfunden in Neuseeland zwei Pinguinarten, die vor etwa 25 Mio. Jahre gelebt hatten, detailliert beschrieben und damit neue Erkenntnisse über die Evolution und Anpassungen dieser hochspezialisierten Vögel gewonnen.

Kairuku Pinguin
So stellen sich die Forscher das Aussehen der Kairuku-Arten, die untersucht wurden, vor. Bild: Chris Gaskin, Geology Museum, University of Otago, NZ

Durch die Funde der Knochen von zwei Pinguinarten (Kairuku waitaki und Kairuku grebneffi) und den Vergleich mit dem Skelett von modernen Königspinguine (Aptenodytes patagonicus) konnte das Team um Daniel Ksepka und Craig Jones einen detaillierten Bauplan erstellen. Das Bild, welches sich den Forscher bot, zeigte einen etwa 1.2 m grossen, schlanken Pinguin, mit langem Schnabel, grossen Flügel-Flossen und kurzen, dicken Beinen und Füssen. Mit dieser Grösse erreichte Kaikuru etwa die Grösse heute lebender Kaiserpinguine (Aptenodytes forsteri). Fossilien der grössten bekannte Pinguine wurden an der Küste Perus gefunden und massen etwa 1.5 m.

Kairuku Pinguin Fossil
Das gut erhaltene Fossil des Kairuku-Pinguins ist etwa 25 Millionen Jahre alt.

«Hätten wir die Rekonstruktion der Körpergrösse durch das Hochrechnen der Flossenlänge bewerkstelligen müssen, wären wir auf eine Grösse von über 1.8 m gekommen. In Wirklichkeit war Kairuku nur etwa 1.2 m gross. Aber Kairuku war eigentlich elegant für Pinguinverhältnisse», sagt Dan Ksepka von der North Carolina State Universitat (US).

Aufgrund der Fossilienfunde lässt sich belegen, dass vor rund 25 Mio. Jahren die Südinsel Neuseelands eine wahrscheinlich reichhaltige Pinguinfauna besass. Da zu diesem Zeitpunkt weite Teile unter Wasser lagen und nur einzelne Inseln herausragten, bot dieser Ort genügend Schutz und Nahrung für eine grosse Diversität von Pinguinen, von denen die beiden Kairuku-Arten nur eine Bruchteil ausmachten. «Kairuku» stammt von einem Maori-Wort ab und bedeutet so viel wie «Taucher, der mit Nahrung zurückkommt».

Quelle: BBC News