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Alle Vorhersagen, die von Forschern in den verschiedensten Disziplinen weltweit gemacht werden, beruhen auf Computermodellen. Diese sind, wie bei allen Anwendungen, einer kontinuierlichen Verbesserung unterworfen. Gerade bei den wichtigen Anliegen wie die Auswirkungen des Klimawandels, ist eine Verbesserung der Genauigkeit immens wichtig.

Die neusten Klimamodelle sagen für die polaren Regionen mehr Schnee voraus, dies dürfte die Pinguine in der Antarktis freuen.
Die neusten Klimamodelle sagen für die polaren Regionen mehr Schnee voraus, dies dürfte die Pinguine in der Antarktis freuen.

Ein verbessertes Klimamodell von US-Forschern sorgt nun für Aufsehen, da es mehr Schneefälle für die Polargebiete und höhere Lagen und weniger für viele andere Gebiete vorhersagt, wenn die Kohlendioxidwerte weiter ansteigen werden. Der Rückgang des Schneefalls in vielen mittleren und tiefliegenden Gebieten könnte Probleme  mit sich bringen, da diese Regionen auf das Schmelzwasser zur Auffrischung ihrer Wasserreserven angewiesen sind. Diese Vorhersagen sind das Resultat eines neuen, verbesserten Klimamodells, welches am Geophysical Fluid Dynamics Laboratory (GFDL) des National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) entwickelt wurde und sowohl von Forschern des GFDL und der Universität Princeton analysiert wurden. Diese haben ihre Resultate nun in der Fachzeitschrift Journal of Climate veröffentlicht.

Dagegen soll nach dem Klimamodell in gemässigten Zonen der Niederschlag ausbleiben.
Dagegen soll nach dem Klimamodell in gemässigten Zonen der Niederschlag ausbleiben.

Das Modell deutet an, dass global gesehen die Schneefälle zurückgehen werden aufgrund der Erwärmung verursacht durch eine Verdoppelung der atmosphärischen CO2-Mengen. Beobachtungen haben gezeigt, dass diese Werte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts um 40 Prozent angestiegen sind und dass sie, wenn man die prognostizierten Trends mit einschliesst, über mehr als das Doppelte dieser Werte erreichen werden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts. Dies bedeutet, dass viele Regionen in den tieferen und den mittleren Breitengraden weniger Niederschläge in Form von Schnee erhalten werden, wobei es lokale Unterschiede geben wird. Beispielsweise sind für Gebiete im nordwestlichen Himalaya, einigen Regionen der Anden und in der Yukon-Region, mehr Schneefälle vorhergesagt. Vor allem aber in den höheren Breitengraden, den sehr kalten Regionen des Globus prognostiziert das neue Modell mehr Schneefälle, da die wärmer werdende Luft mehr Feuchtigkeit enthalten wird und diese sich in Form von Schnee niederschlagen wird. Die Forscher kommen zum Schluss, dass dadurch Gebiete in und um die Arktis und die Antarktis mehr Schnee erhalten werden, als dies bisher der Fall ist.

Kaiserpinguine im Sturm der Antarktis. Wenn es nach den neusten Klimamodellen  geht dürfte dies auch in Zukunft so bleiben.
Kaiserpinguine im Sturm der Antarktis. Wenn es nach den neusten Klimamodellen geht dürfte dies auch in Zukunft so bleiben.

Diese neuen Resultate stehen im Widerspruch zu anderen Modelle, die Rückgänge für diese Gebiete vorhersagen. Jedoch sind die Vorhersagen des neuen verbesserten Modells in Übereinstimmung mit den zurzeit gemessenen Mengen an Schnee in beiden polaren Regionen. Die Verbesserung des neuen Modells beruht auf einer höheren Auflösung der Topographien (Aufnahmen aus 50 km Höhe, statt wie bisher 200 km) der Erde. Durch die höhere Auflösung des Modells erhält man auch eine höhere, d.h. detailliertere, Auflösung des Erdklimas.

Quelle: www.sciencedaily.comwww.gfdl.noaa.gov