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Die Ice Runway ist der wichtigste Flughafen in der Antarktis, nahe der amerikanischen McMurdo Station. Starts und Landungen erfolgen auf einer drei Kilometer langen präparierten Eisfläche. Die Landebahn wird jedes Jahr neu gebaut und der Betrieb ist zeitlich begrenzt.

McMurdo C 17 Landung
Soeben ist eine C-17 auf dem «Pegasus Field» gelandet.

Am 4. Oktober 2011 erfolgte die erste Landung auf der neu präparierten Start- und Landebahn. Anfang Dezember wird die Eisschicht beim «Ice Runway» (Flughafencode = NZIR) zu dünn und die Eisfläche beginnt zu brechen. Dann wird der Flugbetrieb wieder zum «Williams Field» (NZWD) und zum «Pegasus Field» (NZPG) verlegt, dem südlichsten der drei Flugplätze. Die Pegasus Start- und Landebahn ist die einzigste, welche ganzjährig mit bereiften Flugzeugen bedient werden kann. Das «Williams Field», ist für Ski-ausgerüstete Flugzeuge beschränkt. Am 11. September 2008, erfolgte beim «Pegasus Field» mit einer US-Air Force «C-17 Globemaster III» die erste Landung in der Antarktis mit Nachtsichtgeräten. Zuvor konnte in der ständigen Dunkelheit des Winters nur in Notfällen gelandet werden. Um den Piloten den Weg zu zeigen wurden neben der Piste in Fässern Treibstoff angezündet.

McMurdo Schneeraeumung
Für die Schneeräumung werden schwere Maschinen eingesetzt.

Namensgeber des «Pegasus Field» war übrigens ein Flugzeugunfall am 8. Oktober 1970, bei dem Piloten einer viermotorigen Transportmaschine der US-Marine bei Schneetreiben die Sicht zur Landezone verloren und im Tiefschnee stecken blieben. Niemand an Bord wurde verletzt. Das rot lackierte Wrack wurde nie geborgen und dient seitdem anfliegenden Piloten als optischer Bezugspunkt in der weissen Schneewüste.

McMurdo A 319
Am 4. Oktober 2011 landete ein australischer Airbus A-319 und brachte Personal nach McMurdo.

Bei aller Faszination der antarktischen Natur ist doch Vorsicht geboten. Die etwa drei Meter dicke Eisschicht gibt nach. Die fast 260 Tonnen Gewicht des Flugzeugs, einschliesslich Fracht und Passagiere, lässt sie ins Eis sinken. Daher ist bei vielen Flugzeugen, die dort landen eine spezielle Vorrichtung an den Rädern montiert, die per Laserstrahl den Abstand zum Eisoberfläche misst. Fällt der Wert unter eine kritische Markierung, gibt das System Alarm und ein Schleppfahrzeug muss den Flieger ein kleines Stück weiterziehen.

McMurdo C 17 Wartung
Während dem Entladen der «C-17 Globemaster III» wird per Laserstrahl das Einsinken ins Eis gemessen.

Die «C-17 Globemaster III» ist ein von McDonnell Douglas entwickeltes und seit dessen Übernahme von Boeing produziertes militärisches multifunktionales Transportflugzeug für grosse Lasten oder Truppen. Das Grossraumflugzeug ist eines der wichtigsten Transportmittel für die Versorgung der US-Stationen in McMurdo und der Amundsen-Scott Base am Südpol. Die C-17 wird seit 1993 von der United States Air Force, seit 2001 von der Royal Air Force Grossbritanniens, seit 2006 von der Royal Australian Air Force, sowie seit 2007 vom Air Command der kanadischen Streitkräfte eingesetzt. Die C-17 ist nach der Douglas C-74 und der Douglas C-124 der dritte Typ mit Beinamen Globemaster in der USAF.

McMurdo C 17 Abflugbereit

Bilder: mcmurdotimes