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Ins Eismeer gesandt, um verschollene Schiffe zu suchen, und selber verschwunden. Die Mannschaft der «HMS Investigator» hatte nach dem glücklosen Entdecker John Franklin gesucht und war selbst im Eis steckengeblieben. Vor 157 Jahren versank ihr Schiff - jetzt haben kanadische Archäologen in der Arktis das Wrack des Expeditionsschiffs gefunden.

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Im Jahr 1851 wurde die «HMS Investigator» im Eis eingeschlossen und zweit Jahre später aufgegeben.

Unter dem Kommando von Robert McClure begann die «HMS Investigator» ihre Reise 1850 um die von Franklin kommandierten Schiffe «HMS Erebus» und «Terror» zu suchen. Vor der Einfahrt in die Beaufort-See wurde sie von Packeis gestoppt und musste in der Prince-of-Wales-Strasse überwintern. Später wurde die Weiterfahrt erneut von Eis verhindert und die Besatzung blieb bis 1853 in der Bay of Mercy gefangen. Von dort wurde sie schliesslich gerettet und die «HMS Investigator» zurückgelassen. Die «HMS Investigator» hatte zu diesem Zeitpunkt bereits Seefahrtsgeschichte geschrieben. Robert McClure, der Kapitän der «HMS Investigator», gilt als Entdecker der Nordwestpassage. Von der Beringsee kommend hatte er mit dem Schiff fast die gesamte Passage durchfahren und eine offene Wasserstrasse bis zur 45 Meilen entfernt liegenden Melville-Insel gefunden, bevor ihn das Packeis stoppte. Von der Melville-Insel war die weitere Route in den offenen Atlantik bekannt.

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Die Fundstelle der «HMS Investigator» liegt nördlich von Banks Island in der Mercy Bay.

Kanadische Archäologen haben nun das Wrack der seit 157 Jahren verschollene «HMS Investigator» in neun Meter Tiefe entdeckt. Der Leiter des Suchteams, Marc-Andre Bernier, erklärte, das Schiff sei in der Mercy Bay nördlich von Banks Island gefunden worden. «Es steht aufrecht und ist in sehr gutem Zustand», so Bernier. «Dies ist das Schiff, das den letzten Teil der Nordwestpassage segelte. Die Masten wurden längst vom Wasser weggerissen, aber das eisige Wasser erhielt das Wrack in gutem Zustand.» Man könne von der Wasseroberfläche aus die einzelnen Planken erkennen, sagte Umweltminister Jim Prentice. Marc-Andre Bernier kündigte an, man wolle nun mit einer ferngesteuerten Kamera genauere Bilder von dem versunkenen Schiff bekommen. Auch nach der «HMS Erebus» und der «Terror» werde weiter gesucht.

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