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Innerhalb weniger Tage wurde in Longyearbyens nächster Umgebung mehrfach Tollwut nachgewiesen. Zunächst in Proben von einem Polarfuchs, der einen Hund gebissen hatte. Nun wurde der Erreger auch bei zwei Rentieren nachgewiesen.

Polarfuchs
Erstmals seit 1999 konnte bei einem Polarfuchs wieder Tollwut nachgewiesen werden.

Die angefallenen Rentiere wurden erschossen, nachdem Lähmungserscheinungen den Verdacht auf die Krankheit aufkommen liessen. Dies ist in Spitzbergen, soweit bekannt, das erste Mal, dass der Tollwuterreger von Polarfüchsen auf andere Arten überspringt. Tollwut ist eine für Menschen tödliche Krankheit. Die Behörden rufen zur Vorsicht auf. Hunde dürfen derzeit in und bei Longyearbyen nicht frei herumlaufen, angeleinte Hunde im Freien müssen ständig beaufsichtigt werden. Der Sysselmann wird die Umgebung Longyearbyens in näherer Zukunft regelmässig auf potenziell erkrankte Tiere kontrollieren und von möglichst vielen Eisfüchsen Proben nehmen.

Rentier in Spitzbergen
Zwei mit Tollwut infizierte Rentiere mussten erschossen werden.

Bereits im Januar 2011 wurden die Hunde der Wetterstation auf Hopen, im Südosten der Spitzbergen-Inselgruppe, von einem Polarfuchs angegriffen, der mehrere Hunde in Nase und Beine biss. Schliesslich wurde der Fuchs von den Hunden getötet. Auch hier hat sich herausgestellt, dass der Fuchs Tollwut hatte. Nachweise dieser Krankheit sind auf Spitzbergen selten, hat es aber erstmalig schon 1980 gegeben. Der letzte Tollwutfall auf Spitzbergen wurde 1999 registriert.

Quelle: www.spitzbergen.de