Wenn Treibhausgase auf Wanderschaft gehen

Zur Erforschung der Schmelztümpel und Bohrlöcher, mussten die Wissenschaftler ein Camp auf dem

Mikroorganismen produzieren im Grund der flachen Meeresregionen nördlich von Sibirien aus Pflanzenresten Methan. Gelangt dieses Treibhausgas ins Wasser, kann es im Meereis eingeschlossen werden, das sich auf diesen Küstengewässern bildet. Damit kann Methan über Tausende von Kilometern durch das Nordpolarmeer transportiert und Monate später in völlig anderen Regionen wieder freigesetzt werden. Darüber berichten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts in der aktuellen Ausgabe des Online Journals Scientific Reports. Auch wenn der Klimawandel dieses Wechselspiel zwischen Methan, Meer und Eis stark beeinflusst, ist es in den Modellen der Klimaforscher bisher noch nicht berücksichtigt.

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Meereisalge wächst in der Dunkelheit

Algen wachsen unter dem Meereis in der Arktis. Bisher wurde angenommen, dass sie erst im Frühjahr

Forscher waren Zeugen eines neuen Weltrekords: Eisalgen leben und wachsen auf der Unterseite des arktischen Meereises in fast völliger Dunkelheit, denn unter dem Eis kommen nur 0,02 Prozent des Lichts von der Oberfläche an. Algen sind ein wichtiger Grundbaustein des arktischen Nahrungsnetzes und neuen Forschungsergebnissen zu folge produzieren Biomasse viel früher im Jahr als bisher angenommen.

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Dünnere Ozonschicht im Süden trotz Erholung des Ozonloches

Die Atmosphäre ist nur ein dünner Film, wenn man die Erde vom Weltall aus betrachtet. Die

Ozon hat weltweit seit den 70er Jahren abgenommen. Es wurde abgebaut durch Chemikalien, die in Form von Aerosolen ausgeschüttet wurden. Nachdem die Substanzen verboten wurden, erholten sich Teile der Ozonschicht, ganz besonders über der Arktis und Antarktis. Neuere Forschungen jedoch, die vor kurzem in der Zeitschrift Atmospheric Chemistry and Physics veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich der untere Teil der Ozonschicht vor allem in niedrigeren Breitengraden nicht erholt. Die genaue Ursache dafür ist derzeit nicht genau bekannt.

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Wetteranomalien lassen arktisches Meereis schwinden

Grosse Teile des arktischen Ozeans werden jedes Jahr von neuem mit Meereis bedeckt. Während aber

Das Schwinden des arktischen Meereises im Winter 2015/16 hatte für weltweites mediales Aufsehen gesorgt. Verschiedene Gründe wurden diskutiert und viele sahen den globalen Klimawandel als Ursache an. Doch nun haben Forscher der ETH Zürich in besonderen Wetterkonstellationen die Ursache gefunden. Aber trotz des einmaligen Ereignisses geben sie keine Entwarnung.

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Bärenvorfahre in der kanadischen Arktis entdeckt

Eisbären in der kanadischen Arktis kommen vom äussersten Norden von Ellesmere Island bis ins

Forscher des kanadischen Naturmuseums und des Naturhistorischen Museums von Los Angeles County (NHMLA) haben die 3.5 Millionen Jahre alten Überreste eines Bären aus einer fossilien-reichen Stelle in der kanadischen Arktis identifiziert. Ihre Studie zeigt zum einen, dass das Tier ein naher Verwandter des Vorfahren moderner Bären war und seine Ursprünge nach Ostasien zurückreichen; zum anderen, dass das Tier eine süsse Ader hatte, wie aus Löchern in den Zähnen hervorgeht.

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Mikrobielle Weltenbummler leben in der Arktis und in der Antarktis

Die Geowissenschaftlerin Julia Kleinteich entnimmt Proben aus Süsswassertümpeln mit Mikroben drin

Mikroben, zweite Runde: Obwohl Arktis und Antarktis an entgegengesetzten Polen der Erde liegen, weisen sie eine ähnliche Diversität an Bakterien und Kleinstlebewesen auf. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Tübingen, des EMBL Heidelberg und der Universität Konstanz. In einer Studie hatte das Forscherkonsortium von elf Einrichtungen Daten aus zahlreichen Studien und Standorten gesammelt, um erstmals die mikrobielle Diversität dieser beiden abgeschiedenen Regionen direkt zu vergleichen.

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Ausgestorbene Riesenseekuh in der russischen Arktis gefunden

Die eindrücklichen Rippenbögen der Steller‘schen Seekuh stachen wie ein Zaun aus dem Boden

Russische Wissenschaftler entdeckten die Überreste eines enormen ausgestorbenen Meeressäugetiers im Boden der Kommander-Inseln im äussersten Osten Russlands. Das Umweltministerium vermeldete, dass die Überreste noch intakt seien und das Ganze ein exzellenter Fund aufgrund der Geschichte dieser Art darstellt.

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Neue Daten aus der Arktis zeigen keine Erwärmungspause

Der globale Erwärmungshiatus, eine Verlangsamung der globalen Erderwärmung, hat seit Jahren Wissenschaftler erstaunt. Statt einer immer weiter steigenden Durchschnittstemperatur, ging diese ganz leicht zurück. Doch nun haben bisher vernachlässigte Daten aus der Arktis gezeigt, dass diese sich sechsmal schneller erwärmt hat, als der Rest der Erde und dass die globale Erwärmung überhaupt keine Pause eingelegt hatte.

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Was unter Antarktikas am schnellsten schmelzenden Gletscher liegt

Ein britisches Forschungsteam hat hochaufgelöste Karten eines Gletscherbetts in der Westantarktis erstellt, was helfen wird, den zukünftigen Anstieg des Meeresspiegels aus dieser Region vorherzusagen. Radaruntersuchungen des Bodens unter dem Pine Island Gletschers hat eine sehr abwechslungsreiche Landschaft mit einigen Überraschungen hervorgebracht. Die Resultate der Arbeit werden in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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Kanadische Moose erzählen vergangene Klimageschichten

Die Arktis ist der am schnellsten sich erwärmende Ort der Welt. Doch Wärmezyklen traten auch schon in der Vergangenheit auf und Klimaforscher sind stets auf der Suche nach Informationen über diese vergangenen Klimageschichten. Einige Moosarten in der östlichen kanadischen Arktis, die lange im Eis eingeschlossen waren, treten nun ans Sonnenlicht aufgrund der globalen Erwärmung. Und die Radiokarbonmethode mit diesen Pflanzen zeigt, dass die jetzigen Sommertemperaturen in der Region die höchsten in den vergangenen zehntausenden von Jahren gewesen sind.

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