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In der  CITES-Konferenz Anfang März 2013 in Bangkok scheiterte der jüngste Versuch, Eisbären weltweit konsequent vor der Jagd zu schützen. Nach wie vor ist in mehreren Ländern wie Kanada und Grönland eine limitierte Jagd möglich, darunter auch die umstrittene Trophäenjagd durch reiche Jagdtouristen.

Für 20–30'000 US-Dollar für Einige das ultimative Erlebnis. Auf einschlägigen Webseiten werden solche «Abenteuer» angeboten.
Für 20–30'000 US-Dollar für Einige das ultimative Erlebnis. Auf einschlägigen Webseiten werden solche «Abenteuer» angeboten.

Der Antrag scheiterte, weil nur 38 Länder dafür stimmten und 42 dagegen. Entscheidend waren deshalb die 46 Enthaltungen, die unter anderem von den Ländern der Europäischen Union kamen. Umweltverbände kritisieren dies heftig. Vor allem Dänemark, das aussenpolitisch auch Grönland vertritt, hatte Einwände. Prinzipiell sind die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten jeweils für sich stimmberechtigt, aber es gilt die Vereinbarung der EU-Länder, entweder übereinstimmend oder gar nicht zu votieren. Dadurch kam die erhoffte Mehrheit für ein Jagdverbot auf CITES-Ebene nicht zustande.

Erinnerungsfoto mit erlegtem Eisbär. Für die Einen das Highlight, für Umweltschützer und Tierfreunde eher unerträglich.
Erinnerungsfoto mit erlegtem Eisbär. Für die Einen das Highlight, für Umweltschützer und Tierfreunde eher unerträglich.

CITES ist übersetzt das «Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten freilebender Tiere und Pflanzen», die sogenannte Washingtoner Artenschutzkonvention.

Nach dem Klimawandel ist der internationale Handel eine der grössten Bedrohungen für die geschätzten 20.000 bis 25.000 Eisbären. Zusätzlich aber stehen regional die Populationen teilweise unter einem erheblichen zusätzlichen Jagddruck. Im «besten» Fall fehlen die Datengrundlagen, um die Tragfähigkeit einer regionalen Jagd zu beurteilen.

Im norwegisch verwalteten Spitzbergen sind und bleiben Eisbären vollständig vor Jagd geschützt. Nur in Fällen von akuter Notwehr bleibt der Abschuss straffrei. Allerdings wird der häufige und wenig tierschonende Einsatz von Hubschraubern und Motorschlitten bei der Eisbärenforschung mittlerweile verstärkt kritisiert.