Russland stationiert laut Ministerpräsident Wladimir Putin neue U-Boote in der Nordostpassage, um diese wichtige Verkehrsader sicherer zu machen. Bereits im Bau sind neue Eisbrecher und ein Luftabwehrsystem ist teilweise bereits installiert.

Putin an der Konferenz in Nowosibirsk
Putin an der Konferenz in Nowosibirsk

«Wir werden unbedingt die Sicherheit unseres Landes im Norden verstärken», sagte Putin Anfang November 2013 auf einer Konferenz in Nowosibirsk. Die Nordostpassage bezeichnete er als eine der vorrangigen Verkehrsverbindungen für Russland. Die Nordostpassage, der kürzeste Seeweg zwischen Europa und Asien, war zu Sowjetzeiten intensiv für den Gütertransport genutzt worden. In den späten 1980er Jahren schrumpfte der Verkehr auf Null und wurde erst 2000 wiederbelebt. Forscher vermuten, dass die Nordostpassage angesichts des Klimawandels an Bedeutung gewinnen wird.

Dürfte bald zum Normalfall gehören - Eisbärenbegegnung mit einem russischen U-Boot im Packeis der Arktis.
Dürfte bald zum Normalfall gehören - Eisbärenbegegnung mit einem russischen U-Boot im Packeis der Arktis.

Die Marine verspricht sich von der Verstärkung der U-Bootflotte in der Nordostpassage «mehr Möglichkeiten», um die Wirtschaftspolitik Russlands in der Region zu unterstützen, wie ein Sprecher des Marinestabs zur Nachrichtenagentur RIA Novosti sagte. Die Verstärkung der Unterwasserflotte sei mit der geplanten Bildung der Arktis-Truppe verbunden, betonte der Sprecher. Parallel dazu werde auch die Luftwaffe öfter Patrouillen in der Region fliegen.
Russlands Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow hatte bereits im Juli 2013 die Aufstellung zweier Spezialbrigaden angekündigt, die Russlands Interessen in der Arktis schützen sollen.