Der Brand des ausrangierten Atom-U-Boots «Krasnodar» in der nordrussischen Hafenstadt Sneschnogorsk hatte Sicherheitskräfte am 17. März 2014 stundenlang in Atem gehalten. Das Feuer auf dem U-Boot sei bei Schweissarbeiten ausgebrochen, teilte ein Marinesprecher der Agentur Interfax in Murmansk mit. Zahlreiche Löschtrupps eilten zum Unglücksort auf der Nerpa-Werft.

Die «Krasnador» war 143 Meter lang und 18,2 Meter breit. Die Besatzung zählte 94 Mann, es konnte bis 450 tief tauchen und erreichte unter Wasser eine Höchstgeschwindigkeit von 56 km/h.
Die «Krasnador» war 143 Meter lang und 18,2 Meter breit. Die Besatzung zählte 94 Mann, es konnte bis 450 tief tauchen und erreichte unter Wasser eine Höchstgeschwindigkeit von 56 km/h.

Der Brand wurde schnell lokalisiert und niemand kam zu Schaden. Als der Brand ausbrach, gab es auf dem U-Boot keinen Atombrennstoff mehr, deswegen bestand keine Verseuchungsgefahr. Ersten Meldungen zufolge sei neben dem U-Boot gelagerter Müll in Brand geraten. Diese Information wurde später dementiert, als klar wurde, dass bei Schweissarbeiten Gummi auf der Aussenhülle des U-Boots in Brand geraten war. Dem Sprecher zufolge bestand keine Explosionsgefahr, da die Torpedos vor den Arbeiten entfernt und der Atomreaktor längst stillgelegt worden sei.

Die Bewaffnung der «Krasnador» bestand aus 24 Startbehälter und 6 Torpedorohre, welche auf dem Bild gut zu erkennen sind.
Die Bewaffnung der «Krasnador» bestand aus 24 Startbehälter und 6 Torpedorohre, welche auf dem Bild gut zu erkennen sind.

K-148 – Krasnador wurde am 22. Juli 1982 in Sewerodwinsk auf Kiel gelegt, lief am 3. März 1985 vom Stapel und wurde 30. September 1986 in den Dienst der Nordflotte gestellt. Die «Krasnador» war der erste russische atomgetriebene U-Kreuzer des Projekts 949A, der viermal den Bereitschaftsdienst im Atlantik und im Mittelmeer übernahm. Das Boot wurde 1996 aus dem aktiven Dienst genommen, nach anderen Quellen erst 2012. Die Verschrottung begann 2013 auf der Nerpa-Werft bei Sneschnogorsk.

Bei der «Krasnador» handelt es sich um ein Schwesterschiff der «Kursk», die im August 2000 nach zwei Torpedo-Explosionen an Bord mit 118 Mann in der Barentssee gesunken war.
Bei der «Krasnador» handelt es sich um ein Schwesterschiff der «Kursk», die im August 2000 nach zwei Torpedo-Explosionen an Bord mit 118 Mann in der Barentssee gesunken war.