Zusammen mit dem AWI-Forschungsteam liess Ban Ki-moon eine Sonde steigen und zeigte sich von der Forschungstechnik beeindruckt. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, im Kampf gegen den Klimawandel jetzt zu handeln.

Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon bei seinem kurzen Besuch an der AWIPEV Station auf Spitzbergen. Er startete den Ballon zusammen mit Børge Brende, norwegischer Minister für auswärtige Angelegenheiten. Foto: Shadé Barka Martins
Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon bei seinem kurzen Besuch an der AWIPEV Station auf Spitzbergen. Er startete den Ballon zusammen mit Børge Brende, norwegischer Minister für auswärtige Angelegenheiten. Foto: Shadé Barka Martins

Das Team der deutsch-französischen Arktis-Forschungsstation AWIPEV des Alfred-Wegener-Instituts hat am 8. Juli 2015 hohen Besuch empfangen: Ban Ki-moon, Generalsekretär der Vereinten Nationen, nutzte die Gelegenheit einer Spitzbergen-Reise, um sich über Klimaforschung in der Arktis zu informieren und sich aus nächster Nähe die Auswirkungen des Klimawandels auf den Blomstrandbreen-Gletscher anzusehen. Zuletzt hatte er diesen im Jahr 2009 gesehen. Vor Ort rief er die internationale Gemeinschaft dazu auf, „jetzt zu handeln“, um den Klimawandels zu stoppen. «Ich bin nur 250 Meter vom Gletscher entfernt. Es sieht fantastisch aus», sagte Ban. Er sei angesichts des Rückgangs des Gletschers allerdings sehr besorgt. «Wir müssen den globalen Temperaturanstieg unbedingt unter zwei Grad halten.»

Das obligate Gruppenfoto mit dem prominenten Gast Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Foto: Shadé Barka Martins
Das obligate Gruppenfoto mit dem prominenten Gast Uno-Generalsekretär Ban Ki-Moon. Foto: Shadé Barka Martins

Zusammen mit dem AWI-Team und Norwegens Aussenminister Borge Brende liess Ban eine Sonde steigen, die täglich unter anderem die Temperatur und den Luftdruck misst. Diese Daten ermöglichen langfristig wichtige Aussagen über den Klimawandel. Der UN-Generalsekretär zeigte sich sehr beeindruckt vom Ballonaufstieg, erzählt AWIPEV-Stationsleiterin Kathrin Lang. Nach dem Aufstieg liess er sich zudem noch zeigen, wie die Daten in Echtzeit auf einen Computer übertragen werden.

Quelle: AWI, Bremerhaven