Inuit stoppen «Polarstern»

Deutsche Arktisforscher auf dem Schiff «Polarstern» müssen eine aufwendige Messkampagne in letzter Sekunde abblasen - wegen eines Rechtsstreits in Kanada. Aus Angst um ihre Fischgründe haben kanadische Ureinwohner eine Forschungsfahrt der deutschen «Polarstern» gestoppt. Ein Gericht in Montreal hatte den Bedenken der Inuit recht gegeben und eine zuvor genehmigte Expedition durch eine einstweilige Verfügung nun doch verboten.

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Wird das Eis auf dem Nordpolarmeer immer dünner?

Die Meereisausdehnung in der Arktis wird im September ihr jährliches Minimum erreichen. Prognosen lassen vermuten, dass es nicht so gering ausfallen wird wie im Jahr 2007, dem Jahr der geringsten Ausdehnung seit Satelliten diese aufzeichnen. Meereisphysiker vom Alfred-Wegener-Institut sorgen sich trotzdem um das langjährige Gleichgewicht im Nordpolarmeer. Sie haben Indizien dafür, dass die Masse des Meereises schwindet, weil seine Dicke abnimmt.

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NEEM-Eiskernbohrung in Grönland erreicht Felsbett

Am 27. Juli 2010 hat die Eiskerntiefbohrung NEEM auf dem grönländischen Eisschild das Felsbett in einer Tiefe von 2537,36 Metern erreicht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 14 Ländern sind am NEEM-Projekt beteiligt. Es ist das Eiskernbohrprojekt mit der bisher grössten internationalen Beteiligung. Ein grosses Ziel bestand darin, erstmals grönländisches Eis aus der kompletten letzten Warmzeit zu erbohren, dem Eem-Erdzeitalter, das von etwa 130.000 bis 115.000 Jahren vor heute dauerte.

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Riesiger Eisberg vor Grönland abgebrochen

Im Norden von Grönland ist vom Petermann-Gletscher ein 260 Quadratkilometer grosser Eisblock abgebrochen. Der Eisbrocken ist ungefähr viermal so gross wie der New Yorker Stadtteil Manhattan und knapp 200 Meter dick. Er treibt jetzt in die Nares Strasse zwischen Grönland und Kanada. Im Jahr 1962 ist letztmals so ein grosser Brocken in der Arktis abgebrochen.

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Massaker auf den Färöer-Inseln

Mit erschütternden Bildern hat der Film «The Cove» (Die Bucht) die skrupellose Jagd auf Delphine und das blutige Massaker dokumentiert, das japanische Fischer alljährlich im Dorf Taiji veranstalten. Der Film wurde mit dem «Oscar» für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Doch während die Welt empört und erschüttert nach Japan schaut, spielt sich im europäischen Nordatlantik – von der Öffentlichkeit weit gehend unbeachtet – eine Tragödie ab, die durchaus mit dem japanischen Blutbad vergleichbar ist. Rund um die Färöer-Inseln fallen Wale und Delphine einer ebenso grausamen wie sinnlosen Tradition zum Opfer.

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Kajakfahrer von Eisbär attackiert

Der Traum Spitzbergen mit Kajaks zu umrunden endete für zwei Norweger dramatisch. Ein Eisbär hat am 29. Juli 2010 die Abenteurer in ihrem Zelt überfallen. Es gelang dem Bären, einen der beiden Norweger rund 40 Meter davon zu schleppen, ehe er vom zweiten Expeditionsteilnehmer mit einem Schuss niedergestreckt wurde. 

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Maurice Lacroix Bering Strait Expedition

Ein Team von Abenteurern hat sich zum Ziel gesetzt, die Bering Strasse mit dem Kiteboards zu überqueren und dabei drei Weltrekorde aufzustellen. Die «Maurice Lacroix Bering Strait Expedition» ist aber nicht nur ein sportliches Ereignis der Spitzenklasse, sondern eine spannende Entdeckungsreise in die weglosen Gebiete von Alaska und Russland.

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Mammuts hatten Blut mit «Frostschutz»

Durch eine spezielle Anpassung konnte das Mammut Forschern zufolge in der Arktis überleben. Die Veränderung im Hämoglobin-Gen bewirkte, dass Sauerstoff auch bei tiefen Temperaturen leicht an Zellen abgegeben wird. Die letzten Vertreter der Gattung starben erst vor rund 3700 Jahren auf der Wrangel-Insel im sibirischen Eismeer aus.

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Weniger Schiffe in Spitzbergen

In der Sommersaison 2010 werden weniger kleinere Kreuzfahrtschiffe, sogenannte Expeditionsschiffe, in Spitzbergen unterwegs sein als in den Jahren zuvor. Grund für den Rückgang ist einerseits das geringere Buchungsvolumen infolge der Finanzkrise, aber auch neue Sicherheitsanforderungen.

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Nasa sticht erstmals in See

Am 15. Juni 2010 startete ein Eisbrecher im Auftrag der NASA in die Arktis. Das Projekt unter dem Namen «Icescape» setzt sich zum Ziel vor Ort Messungen vorzunehmen. Diese dienen zum Erstellen von Klimadaten und zur Verifizierung von Daten, die mit Satelliten gemessen wurden.

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