• Brand auf chilenischer Antarktis-Station

    Ein Feuer auf der chilenischen Marine-Basis auf King George Island (Südshetland-Inseln, Antarktis) hat in der Nacht auf Donnerstag mehrere Gebäude zerstört. Die 10 dort stationierten Angehörigen der chilenischen Marine wurden nicht verletzt und wurden evakuiert. Das Feuer brach mitten in der Nacht im alten Teil der Station aus. Angefacht durch starke Winde, sprangen die Flammen schon bald auch auf die neueren Gebäude aus dem Jahr 2009 über. Löschversuche wurden durch die Feuerwehr des nahegelegenen Flugplatzes Teniente Marsh unterstützt, doch mit wenig Erfolg. Bei Mporgengrauen konnte das Feuer zwar gelöscht werden, doch nur noch rauchende Ruinen blieben übrig. Die Ursache des Feuer und die Höhe des Schadens werden zurzeit untersucht. Der Flug- und Schiffsbetrieb werden weitergeführt.

Küstenerosion in der Arktis nährt sich selber

In der kanadischen Arktis wurde auf Herschel Island der Rückgang der Küstengebiete in einem

Der Verlust arktischer Permafrostböden durch die Erosion der Küste könnte künftig zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führen. Das zeigen Untersuchungen von Sedimentproben aus dem Ochotskischen Meer an der Ostküste Russlands, die AWI-Wissenschaftler analysiert haben. Ein Verlust von Permafrostböden in dieser Region führte zum Ende der letzten Eiszeit gleich mehrfach zu einer plötzlichen Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre.

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Antarktische Krebse kidnappen Schnecken zum Schutz vor Feinden

Das Südpolarmeer ist nicht eine leere Wasserwüste. Unter der Oberfläche treiben unzählige

Als kleine Flügelschnecke im Südpolarmeer ist das Leben nicht einfach. Überall lauern Fressfeinde, die abgewehrt werden müssen. Dazu produzieren die Tiere chemische Stoffe. Doch grössere Flohkrebse, die eine wichtige Rolle in der antarktischen Nahrungskette spielen, kidnappen die kleinen Schnecken und nehmen sie Huckepack als Schutzschild gegen Fische. Dieses Verhalten war bisher nur bei Arten in Küstenbereichen bekannt. Nun haben AWI-Forscher dasselbe Verhalten bei Hochseearten im Südpolarmeer entdeckt.

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Bleivergiftung war nicht schuld am Schicksal der Franklin-Expedition

Die Suche nach der legendären Nordwestpassage, die den Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik hätte

Das Schicksal der Franklin-Expedition 1845, die auf der Suche nach der arktischen Nordwest-Passage war, wirft auch heute noch viele Fragen auf. Unbestritten ist, dass alle 129 Mitglieder der Expedition den Tod fanden. Einer der diskutierten Gründe dafür soll eine massive Bleivergiftung durch verunreinigte Konserven gewesen sein. Forscher der McMaster Universität haben nun an Haarproben eines Crew-Mitglieds herausgefunden, dass diese Bleibelastung nur einer der Faktoren war, die zum Tode geführt hatten.

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Tauchroboter entdecken überraschende CO2-Quelle im antarktischen Winter

Das Packeis hält Antarktika während der Wintermonate fest im Griff und die klimatischen und

Das Südpolarmeer wird allgemein als grosse Kohlendioxid-Senke betrachtet. Doch neueste Messergebnisse, die von autonomen Tauchrobotern erhoben worden sind, zeichnen ein anderes Bild: Im Winter entweichen nahe der Packeisgrenze grössere Mengen an Kohlendioxid in die Atmosphäre als bisher angenommen. Dies kann signifikante Auswirkungen auf die CO2-Bilanz in der Atmosphäre haben und die Geschwindigkeit, mit der sich die Erde erwärmt.

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Arktische Seen tragen zum Klimawandel stärker bei als angenommen

Unter den Seen der Arktis liegen grosse Methanvorkommen, die durch die Erwärmung freigesetzt

Die Freisetzung von Methan aus Seen in den arktischen Permafrostgebieten könnte sich künftig aufgrund des Klimawandels abrupt verstärken. Die Ursache: Durch den tauenden Permafrost wachsen die Seen und an ihrem Grund frisst sich das Wasser immer tiefer in den bisher gefrorenen Boden. Wie ein internationales Forscherteam unter Beteiligung von Experten des Alfred-Wegener-Instituts festgestellt hat, dürfte sich der bakterielle Abbau von Pflanzenresten in Seesedimenten dadurch schon in wenigen Jahrzehnten enorm verstärken – und damit auch der Ausstoß des Klimagases Methan.

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Neuer australischer Eisbrecher nimmt langsam Form an

Der Heimathafen der australischen Eisbrecher ist traditionell Hobart auf Tasmanien. Im Bild ist der

Australien hat sein Antarktis-Programm substantiell ausgebaut und unter anderem einen neuen Eisbrecher in Auftrag gegeben. Die RSV Nuyina soll den in die Jahre gekommenen Eisbrecher Aurora Australis ab der Saison 2020/21 unterstützen und danach ersetzen. Zurzeit wird das 25‘500 Tonnen-Schiff in der Galati-Werft in Rumänien gebaut. Anders als früher, werden dazu die neuesten Techniken verwendete, darunter auch Laserpräzisionsgeräte zur perfekten Ausrichtung der Propellerschäfte.

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Grönländische Wikinger waren einst Europas Elfenbeinhändler Nr. 1

Die Walrosse, die grösste Robbenart im Norden, werden bereits seit Jahrhunderten wegen ihren

Die ersten europäischen Siedler in Grönland waren Wikinger unter der Führung von Erik dem Roten. Während rund 500 Jahren gedeihte die Kolonie im Süden Grönlands, bis sie auf mysteriöse Weise verschwand. Über das Leben war bisher wenig bekannt. Doch neue DNA-Analysen an Walrossschnitzereien zeigen, dass diese Kolonie das Monopol über den Handel mit Walrosselfenbein in Europa hielt. Diese Abhängigkeit könnte für das Verschwinden mitverantwortlich gewesen sein, als der Handel am Ende zurückging.

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Buckelwale haben eigene Rastplätze auf dem Weg nach Süden

Buckelwale sind mittlerweile wieder ein häufiger Anblick in den Gewässern rund um Antarktika.

Buckelwale sind bekannt dafür, lange Wanderungen zu unternehmen, vor allem die Populationen im Süden. Von den warmen Meeren um Südamerika oder Australien herum ziehen die Tiere jedes Jahr in die antarktischen Gewässer, um sich dort mit Krill und Fischen eine dicke Speckschicht anzufressen. Bisher dachte man, dass die Buckelwale während dieser Wanderungen fasten und vom Speck des vorangegangenen Jahres leben. Doch die Wale haben wohl ihre eigenen Rastplätze, wie eine neue Studie aus Australien zeigt.

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Fisch-Mafia

Die Jagd nach den skrupellosen Geschäftemachern auf unseren Weltmeeren. Dieses Buch erzählt die Geschichte einer hochspannenden Verfolgung skrupelloser Geschäftemacher auf Kosten der Natur. Ein atemberaubendes Buch über den Kampf gegen Wirtschaftskriminalität auf hoher See.

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Nördliche Gletscherschmelzen beeinflussen auch die südlichen Gletscher

Eisberge sind ein Zeichen von wachsenden oder schmelzenden Gletschern. In der Antarktis sind einige

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Dabei aufgedeckte Prozesse sind beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen.

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